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South African Boerboel
Vorsicht vor den Boerboels ohne Papiere! Welche Geschichte auch immer erzählt wird als Begründung dafür, dass die kleinen süßen Boerboels leider keine Papiere bekommen, sei vorsichtig. Denn es wird schon einen Grund geben.
Voraussetzungen für die Ausstellung von Abstammungspapieren in Deutschland: Beide Elternteile müssen über Stammbäume von SABBS oder BOERBOEL INTERNATIONAL oder BEU verfügen (in Ausnahmefällen beim Import gelten andere Kriterien), von beiden Eltern müssen DNA Analysen vorhanden sein, gesundheitliche Testergebnisse zu den Hüften und Ellenbogen (HD/ED), Atteste bezüglich Entropium/Ektropium (Augenkrankheiten), Atteste bezüglich Vaginal- prolaps bei Hündinnen, vorhandene Hoden beim Rüden, beide müssen mind. 1 Körung mit mind. 75% vorweisen können, wobei 75% aber das unterste Maß für die Zuchttauglichkeit ist. Sollte ein Teil dieser wirklich nicht zu umfangreichen Sammlung fehlen, wird es keine Papiere geben und dann bleibt der kleine Boerboel nur ein Bastard. Da deckt ein echter Boerboelrüde mit Papieren (jedoch ohne jegliche Gesundheitsauswertung, ohne jede Zuchtwertschätzung) die Nachbarshündin und anstatt sie ehrlich Boerboel- Labrador-Mix zu nennen, wird ein echter “Liebhaberboerboel” für 1.200 € verkauft. Allerdings ist dieser kleine „Liebhaberboerboel“ eine Wundertüte, denn kein Mensch weiß, wie viel HD oder ED, oder auch Epilepsie darin steckt. Schon mal einen Epilepsiehund erlebt? Vielleicht wird der Hund auch blind? In der Genetik der Boerboels ist der Gendefekt CMR1 sehr Häufig vorhanden und Kann bei einer Doppelung zu Blindheit führen. Beide Elterntiere sind reinrassig und UPS… es ist passiert. Keine Ahnung von GEsundheit, Inzuchtkoeffizient oder Genetik. Aber: Echte BB. Wenn doch alles so gut ist, warum werden die Untersuchungen und Stammbäume nicht einfach nachgeholt??? Und: der Boerboel-Mischling bzw. ohne Papiere befindet sich sinngemäß in mehreren Bundesländern auf den sogenannten “Listen”. In NRW kommt es schon häufig zu Auflagen. Viel Glück!
Aaragon

Wo / wie kann man Welpen adoptieren?

Vor dem Kauf eines Boerboel (-welpen) sollte man sich umfassend informieren. Schließlich ist ein Boerboel ein Lebensbegleiter für viele (etwa 8 - 12) Jahre. Am besten mehrere Züchter besuchen und schauen und fragen. Facebookgruppen sind nicht wirklich gute Berater, da geben manchmal Leute Ratschläge, die noch nicht mal einen Boerboel zu Hause haben. Jeder ordentliche Züchter wird gern seine Zucht vorstellen, die Lebensbedingungen seiner Boerboel zeigen und ausführlich Rede und Antwort stehen.

Ein guter Züchter zeichnet sich aus durch:

Spezialisierung auf eine Rasse wenige Hunde mit Familienanschluss ausreichend Platz in Haus und Garten lebhafte, neugierige und zutrauliche Welpen die Zuchthündin reagiert auf Besuch aufmerksam und wachsam, ist aber weder gereizt, ängstlich noch aggressiv Hündin und Welpen zeigen gegenüber der Familie des Züchters Vertrauen und deutlich erkennbare Zuneigung Züchter nimmt sich ausreichend Zeit auf Fragen zu antworten, stellt selbst viele Fragen und ist nicht mit einem besuch zufrieden es entsteht nicht der Eindruck einen Welpen „aufgeschwatzt“ zu bekommen Züchter erfragt detailliert die künftigen Haltungsbedingungen für den Welpen (überprüft vor Ort) und spricht umfangreiche Empfehlungen zur Haltung, Fütterung und belastbarkeit in den ersten monaten aus
aktualisiert am 14.06.2021